Carne vale Greenful Spirit

Carne vale!

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Hallo zusammen,

nachdem ich letzte Woche wegen einer Erkältung pausiert habe, melde ich mich am heutigen Rosenmontag mit einem neuen Beitrag zurück. Nachher gehen die großen Karnevalsumzüge wieder an den Start. Ich selbst kann dem närrischen Treiben nichts abgewinnen. Schon in meiner Grundschulzeit habe ich mich als Faschingsmuffel geoutet und bin jedes Jahr einfach nur froh, wenn der Spuk vorbei ist.

Doch was mich als Veganerin brennnend interessiert, ist die Bedeutung, die hinter Karneval – Carne vale steckt. Darum will ich im heutigen Blogpost mit Euch zusammen über seinen Ursprung nachforschen und wie vegan seine Bedeutung eigentlich ist.

Carne vale: Fleisch lebe wohl

Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet carne vale schlicht: Fleisch lebe wohl. Im christlichen Ursprung ist es eine Anspielung auf die bevorstehende, 40-tätige Fastenzeit, die die Menschen früher mit dem Verzicht auf Fleisch, Eier und Milchprodukte begingen.

Sprich: Bis Ostern wurde vegan gelebt. Doch davor wurde dem Fleisch und sämtlichen gottfernen Gelüsten gefrönt.

Der germanische Ursprung

Karneval hat auch noch einen weiteren Ursprung: in den germanischen Frühlingsfesten. In vorchristlicher Zeit verkleideten sich die Menschen zum Winterende als Geister und Dämonen. In einem großen Spektakel wurden sie dann symbolisch aus den Städten und Dörfern vertrieben. Schellen und Trommeln sollten dabei die Frühlingsgeister wecken. (Quelle: https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/fleisch-lebe-wohl).

In der Fastenzeit vegan?

Wenn streng gläubige Christen ab Aschermittwoch tatsächlich 40 Tage lang vegan leben und sämtlichen tierischen Produkten lebe wohl sagen, ist die vegane Ernährung bereits seit dem Mittelalter bekannt. Wenn auch nur vorübergehend und als Verzicht und Buße für das närrische Treiben.

Auch wenn ich kein religiöser Mensch bin, finde ich eine Fastenzeit ein Mal im Jahr gut. Um den Geist und den Körper zu entgiften, um innere Ruhe zu finden und neue Lebensweisen zu testen. Wenn die vegane Ernährung schon solange bekannt und einmal jährlich praktiziert wurde, was sollte bei omnivoren Menschen noch dagegen sprechen? Abgesehen von ihren egoistischen und unlogischen Argumenten, die wir Veganer ständig zu hören bekommen.

Carne vale, der Film

Bei meinen Recherchen bin ich auch auf einen Dokumentarfilm gestoßen, der den Titel „Carne vale – Fleisch lebe wohl!“ trägt.

Matthias Gathof hat diesen Film als Masterabschlussarbeit an der FH Mainz erstellt. Er zeigt darin Menschen, die auf ihre Weise dem Fleischkonsum lebe wohl gesagt haben, gibt viele Informationen und Hintergründe zur veganen Lebensweise weiter und zeigt auf, was es mit der Theorie des Karnismus der amerikanischen Sozialpsychologin Melanie Joy auf sich hat.

Wenn Ihr die 45 Minuten Zeit habt, schaut gerne in das Video hinein. Passend dazu könnt Ihr auch auf der Facebookseite zum Film vorbeischauen.

Carne vale: Mehr als Narretei

Ich werde in diesem Leben sicher kein Freund mehr mit den Helau und Alaaf-Rufern. Doch vom Prinzip des Carne vale bin ich überzeugt. Fleisch und sämtlichen tierischen Produkten habe ich bereits auf nimmer Wiedersehen gesagt. Carne vale verkörpert schon seit dem Mittelalter eine vegane Lebensweise.

Das ist für mich auf jeden Fall ein weiteres Argument, das ich in den unliebsamen Diskussionen mit Omnivoren über den Veganismus ins Feld führen kann. Ich kenne heutzutage kaum noch jemanden, der die 40 Tage Fastenzeit im ursprünglichen Sinne durchzieht. Doch alleine das Wissen darüber, stimmt mich etwas milder.

Wie geht Ihr mit der närrischen Zeit um? Feiert Ihr mit oder verbarrikadiert Ihr Euch auch hinter Euren vier Wänden und wartet, bis die letzten verkaterten Narren vorbeigezogen sind? Kanntet Ihr die eigentliche Bedeutung des Karnevals bereits? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen und teilt den Beitrag.

Kommt gut durch die närrische Zeit.

Farah

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