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Eine vegane Zukunft | Träume, Gedanken, Fiktion?

Die Woche ist schon fast wieder vorbei. Über Pfingsten bis Mittwoch lag ich mit geschwollenen Mandeln flach. Nichts mit schreiben oder arbeiten. Und dann war da noch die liebe Datenschutzgrundverordnung der EU… Ab heute ist sie in Kraft. Ich habe mein Möglichstes getan, um die Vorschriften für den Datenschutz für euch auf dem Blog umzusetzen.

Warten wir mal ab, was sich hinsichtlich der DSGVO in den nächsten Wochen alles tun wird.

Aber das soll heute nicht das Thema sein. Mich treiben heute andere Gedanken um.

Kann es eine vegane Zukunft geben?

Auf Vegan Utopia habe ich bereits einen ähnlichen Beitrag verfasst.

Meine Frage lautet: Kann es eine vegane Zukunft geben? Wie wahrscheinlich ist das? Was müsste alles getan werden, um von einer „veganen Welt“ zu sprechen? Wie sähe diese aus? Welche Entwicklungen bringt die Zukunft noch?

Es ist viel, was in meinem Kopf an Gedanken umher flattert. Ich will versuchen einen Teil dieser Schmetterlinge für euch (tierleidfrei versteht sich) einzufangen.

Prognosen für die Zukunft

Es gibt bereits einige Prognosen für die Zukunft. Viele beziehen sich auf das Jahr 2050. Wir leben jetzt im Jahr 2018. Es sind also keine 32 Jahre mehr, bis wir diese Prognosen überprüfen können…

Massive Umweltprobleme

Die für mich persönlich schlimmste Prognose ist, das 2050 mehr Plastik als Fische in den Meeren schwimmen werden. Sea Sheperd geht sogar davon aus, dass, wenn der industrielle Fischfang nicht sofort beendet wird, 2048 gar kein Fisch mehr in den Meeren leben wird.

Es ist eine düstere Vorhersage. Ohne Fische bricht das ozeanische Ökosystem zusammen. Die Ozeane bevorraten rund 80% des weltweiten Sauerstoffs, den wir zum Atmen benötigen. Je wärmer sie Ozeane werden, desto weniger Sauerstoff können sie aufnehmen.

Gleichzeitig werden jeden Tag weltweit rund 356 Millionen Quadratmeter Wald abgeholzt oder abgebrannt. Neue Sauerstoffproduzenten sind also nicht so schnell in Sicht.

Wenn wir so weitermachen, geht uns noch zu Lebzeiten die Luft zum Atmen aus.

Technische und digitale Entwicklungen

Neben diesen extremen Umweltproblemen, die wir heute schon sehen und spüren, wird es auch innerhalb dessen, was sich „Zivilisation“ nennt, weitere technische und digitale Veränderungen geben. Bereits heute sind Computer, Smartphones, Künstliche Intelligenzen allgegenwärtig.

In Finnland werden bereits die ersten Roboterlehrer getestet. Von Japan kenne ich solche Geschichten schon länger. Wie es scheint, kommt die Robotertechnik nun auch zunehmend in Europa an. Autonome Fahrzeuge werden in Deutschland schon getestet.

Mit diesem Thema werde ich mich noch tiefer befassen, Experten aufsuchen und sie dazu interviewen. Wenn ihr das wünscht, halte ich euch diesbezüglich auf dem Laufenden.

Mit Sicherheit werden dadurch viele reale Berufe und Jobs verschwinden und durch Roboter ersetzt werden. Dadurch wird der digitale Arbeitsmarkt noch vielmehr an Bedeutung gewinnen, als er bereits hat.

Es ist bisher reine Spekulation, ob wir bis dahin das bedingungslose Grundeinkommen in unserer Gesellschaft haben werden. Um einer Massenarbeitslosigkeit samt Inflation vorzubeugen, fände ich es wichtig den Menschen aller Altersklassen zunehmend mehr digitale Fähigkeiten und Wissen zu vermitteln.

Wenn unser Bildungssystem das verschläft, ist eine Massendepression aufgrund von Massenarbeitslosigkeit ein mögliches Zukunftsszenario. Ich halte das mitunter für das denkbar Schlechteste.

Eine vegane Zukunft?

Und wo passt da jetzt noch die Idee einer veganen Zukunft hinein?

Für mich ist die vegane Zukunft die Antwort auf die Negativszenarien. Besonders für die Umwelt. Wenn wir keinen Fisch und auch kein Fleisch mehr essen, gibt es keinen Grund mehr für den industriellen Massenfischfang. Weder findet der Fisch direkt seinen Weg auf unseren Teller, noch über den Umweg des Fischmehls im Mastfutter der Massentierhaltung. Es wird einfach nicht mehr gebraucht.

Wenn wir keine Milchprodukte mehr konsumieren, müssen auch die Kühe nicht mehr gemästet und geschändet werden. Auch diese Tiere vernichten Massen an Fischen über ihr „Spezialfutter“ (Genmais, Gensoja, Fischmehl, Medikamente, Antibiotika und noch einiges mehr….). Dieser ganze Cocktail an Inhaltsstoffen landet dann in den Menschen, die tierische Produkte konsumieren.

In einer veganen Welt gibt es das nicht mehr. Die Ozeane können sich erholen, die Fischpopulation stabilisieren sich wieder. Es werden keine Regenwälder mehr abgeholzt, um Flächen für den Anbau von Gensoja oder Palmölplantagen zu gewinnen. Sowohl unserer größter Sauerstoffspeicher als auch die Sauerstoffproduzenten gesunden.

Vegane Arbeitswelt

Auch die Arbeitswelt wird sich ändern. Zwar stehen technische, digitale und vegane Entwicklungen nicht in einem so starken Zusammenhang wie Veganismus und Umwelt. Dennoch wird es spezielle vegane Veränderungen geben, wenn die Welt vegan wird.

Die Berufe des Schlachters, des Metzgers, des Milchbauern, des Jägers usw. werden nicht mehr gebraucht. Diese Berufe werden neben der Roboter-Revolution zusätzlich wegfallen.

Ich kann nicht mit Sicherheit prognostizieren, welche Berufe es in rund 20 Jahren noch geben wird, welche neu geschaffen werden und welche komplett wegfallen. Diese vegane Revolution wünsche ich mir. Ob sie stattfinden wird, kann ich nicht alleine entscheiden. Dazu müssen wir Veganer zusammen arbeiten.

Worüber ich mir ziemlich sicher bin, ist, dass auch vegane Menschen zunehmend mehr digitale Skills erlernen müssen. Die bereits heute fortschrittliche Kommunikationstechnologie ermöglicht es uns, ein weltweites veganes Netzwerk aufzubauen. Das dürfen wir nicht ungenutzt lassen, wenn wir in eine vegane Zukunft gehen wollen.

Wunsch versus Wirklichkeit

Ich wünsche mir, dass die Zukunft vegan ist. Nicht nur Tierleidfrei, sondern auch umweltbewusst, zero waste. Das Plastikproblem habe ich hier bewusst erstmal ausgeklammert. Aber trotzdem ist es Teil meiner Vision. Was bringen uns Ozeane voll Fische und Leben, wenn sie in Plastikmüll ersticken?

Meine vegane Zukunft ist tierleidfrei und zero waste. Das bedeutet für mich vegan. Dafür steht der Begriff Nachhaltigkeit für mich.

Die momentane Wirklichkeit wird noch dominiert von Gewohnheitsmenschen, die an ihren alten Denk- und Essmustern festhalten. Sie sind meist emotional abgestumpft, besonders gegenüber unseren Mitlebewesen.

Der Mensch spielt sich auf wie der König der Welt. Doch er ist nur ein Teil eines viel größeren Organismus, der sich Erde nennt.

Ich will meinen Beitrag dazu leisten, dass dieser Organismus am Leben bleibt. Alleine schaffe ich es nicht. Doch ich bin davon überzeugt, dass der echte, ethische, umweltbewusste Veganismus nicht mehr aufzuhalten ist.

Eine Vegane Zukunft Prognosen Träume Gedanken
© Pixabay

Wenn das auch euer Wunsch für die Zukunft ist, teilt diesen Post. Lasst mir auch gerne einen Kommentar da, wenn ihr weitere Ideen, Gedanken und Träume von einer veganen Zukunft habt.

Bis bald,

Farah

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