Low Budget Tipps für Veganer

Low Budget Tipps für Veganer

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Hallo zusammen,

gerade habe ich eine Woche ohne meinen Omni-Mann hinter mir. Er ist zur Hochzeit seines besten Freundes geflogen und kommt heute wieder. Das heißt für mich, dass ich eine Woche vegane Mama ohne seine Allesesser Angewohnheiten ausleben konnte.

Dabei habe ich einige Beobachtungen gemacht, die ich gerne mit euch teilen will.

 

Vegan ist nicht teurer

Er ist derjenige, der sich beschwert, dass vegan und nachhaltig so teuer wären. Dass wir beim Einkaufen zu viel ausgeben. Doch Überraschung: Ich war seltener einkaufen und habe auch weniger Geld ausgegeben in der Zeit, in der ich alleine über unsere Einkäufe bestimmt habe.

Darum will ich in diesem Post mit dem Vorurteil aufräumen, dass ein veganes und nachhaltiges Leben zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden ist.

 

Mehrkosten bei Obst und Gemüse

Zuallererst: Ihr könnt nicht an euren omnivoren Gewohnheiten festhalten, wenn ihr auf einen gesunden, veganen Lebensstil umstellt.

Überlegt zuerst, welche Lebensmittel von Natur aus vegan sind. Alles Pflanzliche. Sprich: Obst, Gemüse, Getreide, Kartoffeln, Nüsse, Samen. Wer hier auf Bioprodukte setzt, wird dafür mehr Geld ausgeben als er oder sie es vorher gewohnt war.

Es gibt trotzdem sehr viele Stellschrauben, an denen ihr sehr viel einsparen könnt.

 

Low Budget Tipps für Veganer mit einem Hang zur Nachhaltigkeit

Einige dieser Stellschrauben will ich euch heute vorstellen. Wenn ihr den Blog bereits regelmäßig verfolgt, werdet ihr vieles davon bereits wissen. Die Blog Neuankömmlinge dürfen gerne ihre Ohren spitzen.

 

Keine fertigen Ersatzprodukte!

Die Schnitzel in der Kühlauslage kosten 2,50€, die vegane Variante kostet im Verhältnis zur gleichen Menge das Doppelte. Die Kuhmilch im Tetrapak kostet 0,61€ pro Liter. Die Sojamilch im Tetrapak fast 2,00€.

Wer frisch von einer omnivoren auf die vegane Ernährung umstellt, hat den Eindruck, dass es sehr viel teurer ist sich ohne tierische Produkte zu ernähren als mit. Das war bei mir die ersten Jahre auch der Fall. Weil ich dachte, dass sich diese zwei Ernährungsweisen doch 1 zu 1 gleichen sollten.

Genau aus diesem Trugschluss schlagen Unternehmen wie Danone (Alpro), Rügenwalder Mühle etc. Kapital.

Wenn ihr die omnivore Ernährung mit der Veganen gleichsetzen wollt, vergleicht ihr Äpfel mit Birnen.

Ihr braucht kein Schnitzel Imitat auf eurem Teller, um genug Protein zu bekommen. Das liefert euch auch eine Portion Reis mit gedünstetem Gemüse. Zu allererst ist es eine anerzogene Gewohnheit, dass etwas Fleisch Ähnliches auf dem Teller liegen muss.

Es gibt so viele tolle vegane Rezepte, die komplett ohne Fertigersatzprodukte auskommen. Wenn ihr Inspirationen sucht, schaut gerne auf unseren Rezepte-Board auf Pinterest vorbei.

Daher lautet der Low Budget Tipp #1: Geld sparen, indem ihr keine fertigen Ersatzprodukte kauft.

Wenn ihr euch trotzdem geschmacklich und optisch einen Ersatz zur Frikadelle, Schnitzel etc. wünscht, findet ihr in diesem Blogpost einige Anleitungen sowie auf unserem Rezepte-Board. Selber machen lautet hier die Devise.

Das führt mich gleich zum nächsten Low Bugdet Tipp.

 

Do It Yourself (DIY)

Nicht nur eure veganen Buletten könnt ihr euch selbst machen. In meiner veganen Anfangszeit war ein großer Kostenfaktor die Sojamilch im Tetrapak. Ich habe sehr viel getrunken. Rund drei Liter pro Woche für knapp 2€ für eine Packung.

Ich habe also wöchentlich fast 6€ für Pflanzenmilch ausgegeben. Mein Mann hat seine Kuhmilch für nicht mal ein Drittel davon gegenüber gesetzt. Es ist offensichtlich welche Milch im Preisvergleich besser abschneidet.

Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich vordergründig Plastikmüll vermeiden wollte und nach Alternativen zu diesen Tetrapaks gesucht habe. Ich habe tatsächlich eine Möglichkeit gefunden, mit der ich keine dieser Packungen mehr kaufen muss und gleichzeitig nur einen Bruchteil von einer fertigen Pflanzenmilch bezahle.

Die Lösung lautet: Do It Yourself (DIY). Es gibt sehr viele Rezepte und Anleitungen, wie ihr aus zwei bis drei Zutaten (Getreide, Wasser und etwas zum Süßen) eure eigene Pflanzenmilch herstellen könnt. Meine Variante der Hafermilch kostet auf den Liter gerechnet 0,16€. Das ist noch nicht mal ein Drittel der tierischen Variante!

Und nicht nur aus Haferflocken könnt ihr Pflanzenmilch machen. Amaranth, Mandel, Hasel, Hanf, Quinoa, Sonnenblumenkerne, Sesam… Die Möglichkeiten sind unglaublich weit gestreut. Wenn euch eine Sorte Pflanzenmilch nicht schmeckt, versucht einfach eine andere.

Im E-Book „Milch, Vegan (Rohkost)“ findet ihr dazu ganze 33 Rezeptvorschläge*. Dort findet ihr sicher die Pflanzenmilch, die euch schmeckt und preislich locker mit der Kuhmilch konkurieren kann. Den Preis für das E-Book habt ihr spätestens nach dem vierten nicht gekauften Liter Pflanzenmilch drin. Es ist also durchaus eine Überlegung wert.

E-Book: 33 Pflanzenmilch Rezepte. Vegan und Rohkost*

 

Seid ihr Naschkatzen?

Seid ihr Fans von Gummidrops, Softdrinks, Schokolade und Co.? Diese Form des Naschens ist ungesund, viel zu teuer, in der Regel in Plastik eingepackt und daher absolut unnötig.

ABER: Auch mich packt manchmal das Verlangen nach etwas Süßem. Doch um die Naschkatze in mir zu befriedigen, muss ich keine teuren veganen Gummidrops kaufen.

Meine Alternativen lauten: frische Früchte und Beeren (gerade jetzt im Sommer), Datteln und andere Trockenfrüchte, mein eigener Schokoaufstrich, frisch gepresste Säfte und selbst gemachter Eistee. 

Außer den Trockenfrüchten habe ich die Früchte und Zutaten in meiner veganen Grundausstattung vorrätig Zuhause. In meiner omnivoren Zeit war das oft auch ein Kostenpunkt, den ich jetzt getrost streichen kann. Wenn schon naschen, dann gesund.

 

Nochmal zum Obst und Gemüse…

Gerne will ich nochmal mit euch über das teure Bioobst- und -gemüse sprechen. Es ist teurer als konventionell angebaute Früchte. Wenn ihr sie kauft.

Habt ihr euch schon überlegt, dass ihr es auch komplett kostenlos erhalten könnt? Letzte Woche habe ich dazu auf unserer Facebookseite einen Beitrag verfasst.

Wenn ihr wirklich Biogemüse beziehen wollt, ist unsere Empfehlung: Baut es selbst an. Legt in eurem Garten ein Beet an oder stellt auf eurem Balkon Pflanztöpfe und  -kästen auf. Startet im Frühjahr rechtzeitig mit der Aussaat. Bei guter Pflege bekommt ihr euer Biogemüse und Obst damit Freihaus geliefert. Ihr müsst es lediglich selbst anbauen. Mehr Bio geht nicht.

Eine weitere Alternative jetzt im Sommer sind wild wachsende Obstbäume und Beerensträucher. Wenn sie niemandem gehören, könnt ihr reife Früchte aus der Natur ernten. Lasst aber denn Insekten und Vögeln noch genug übrig.

Low Budget Tipps für Veganer Greenful Spirit
© Pixabay/ Greenful Spirit

 

Für den Herbst und den Winter bietet es sich an eure Ernte süß oder sauer einzumachen und einen Vorrat anzulegen. Damit spart ihr auch in der kälteren Jahreszeit.

 

Das sind meine Tipps, mit denen ich mit einem veganen und nachhaltigen Lebensstil viele Kosten für Nahrungsmittel einspare. Es ist ein Mythos, dass die vegane Ernährung zwangsläufig teurer ist als die Omnivore.

Habt ihr noch weitere Tipps und Tricks auf Lager, mit denen ihr beweist, dass sich eine vegane Ernährung auch mit einem kleinen Budget umsetzen lässt? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen. Teilt den Beitrag, wenn ihr noch mehr Menschen zeigen wollt, das vegan nicht gleich teuer bedeutet.

Ich wünsche euch noch einen guten Start in die Woche.

Farah

 

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