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Konsumdiät – nachhaltiger Minimalismus

Hallo miteinander,

war euer Wochenende auch so verregnet? Unter der Woche war es so heiß, dass ich kaum freiwillig vor die Tür bin und am Samstag war wieder landunter. Sintflutartig kam das Wasser vom Himmel und war genauso schnell wieder verschwunden, wie es kam. Ob diese Wetterextreme ein Zeichen der Natur an uns sind? Ich weiß es nicht.

Am heutigen Montag will ich mit euch über nachhaltigen Minimalismus sprechen.

 

Warum verzichten oft schwer fällt

Ich möchte euch den Vorschlag unterbreiten eine Diät zu machen. Keine körperliche Diät. Es sei denn, ihr seid mit eventuellen Kilos zu viel auf den Rippen unzufrieden.

Zum Thema Minimalismus habe ich bereits einige Artikel verfasst. Weniger ist mehr lautet die Devise. Weniger Besitz, weniger Einkaufen, weniger konsumieren. Auf der anderen Seite sind dann mehr Platz, mehr Zeit und mehr Geld vorhanden.

Das Wort Diät ist quasi ein Synonym für Fasten. Lasst uns also vom Konsumfasten sprechen. Doch fasten setzen viele Menschen meiner Ansicht nach fälschlicherweise gleich mit verzichten.

Im Christentum gibt es die traditionelle Fastenzeit, in der von Aschermittwoch bis Ostern 40 Tage gefastet wird. Häufig höre ich dann Vorsätze wie: Süßigkeiten verzichten, nicht mehr rauchen, kein Alkohol und sogar Auto und Plastik fasten waren dieses Jahr in aller Munde.

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©Unsplash

Die O-Töne, die ich dabei oft heraus höre, sind vor allem: Wir müssen verzichten. Fasten ist anstrengend. Es ist mit negativen Gedanken behaftet, die die Fastenzeit besonders schwer machen. Diät und Verzicht werden von vielen emotional negativ verarbeitet.

Wenn wir aber etwas emotional negativ verarbeiten (Beispiel: Erinnerungen an den Mathemtikunterricht in der Schule), dann wollen wir es vermeiden. Denn es ist schlecht und schadet uns. Wir entwickeln manchmal sogar Ängste und Abneigungen. Psychisch und körperlich.

Wer fasten, Diät und Verzicht auf diese Weise verarbeitet, braucht sich nicht zu wundern, wenn er oder sie frustriert aufgibt oder “in Versuchung” gerät.

 

Verzichten als nicht brauchen

Viel mehr möchte ich euch die Auffassung vermitteln, dass fasten einfach “nicht brauchen” bedeutet.

Ich brauche keine Zigaretten zum Leben. Im Gegenteil, sie schaden mir nur und verkürzen mein Leben. Ich brauche keinen Alkohol, denn er vernebelt mir nur die Sinne und macht meine Handlungen unzurechnungsfähig. Lustig sein kann ich auch ganz ohne.

Ich brauche nicht jede Woche ein neues Paar Schuhe. Mir reichen über mehrere Jahre hinweg fünf Paar. Ich brauche kein in Plastik verpacktes Obst und Gemüse. Sie haben von Natur aus ihre eigene Verpackung.

Ich brauche so vieles nicht. Auch darum habe ich erst vergangenes Wochenende wieder ausgemistet.

Seit rund zwei Wochen habe ich auch mit Intervallfasten begonnen. Seitdem ist mir bewusst geworden, wie viel ich vorher zu viel gegessen habe und meine eigene körperliche Leistung damit gebremst habe. Einfach weil mein Körper ständig Essen verdauen musste und ich damit wenig Energieressourcen für anderes aufbringen konnte. Meditieren, im Schreibfluss aufgehen, mehr Zeit draußen verbringen…

Was ich damit sagen will: Fasten ist etwas durchweg Positives. Es entfesselt Kräfte und Ressourcen, von denen man gar nicht wusste, dass man sie hat. Das Intervallfasten hat mir auch geholfen meine Gedanken zu ordnen. Anstatt ständig zu essen, habe ich die ruhige Zeit im Kurzurlaub zum Nachdenken über meine aktuelle Psyche genutzt. Und ich bin um einiges schlauer geworden.

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Doch das nur als Randnotiz. Fasten, verzichten, etwas nicht zu brauchen, ist etwas Gutes. Es ist nicht schwer und schon gar nicht anstrengend, wenn wir es emotional positiv verarbeiten. Dann macht das sogar richtig Spaß.

 

Nachhaltiger Minimalismus

Darum geht es mir, wenn ich von nachhaltigem Minimalismus spreche. Das Weniger-ist-mehr-Prinzip positiv zu verinnerlichen. Denn wenn wir weniger konsumieren, weniger Ressourcen brauchen, leben wir automatisch nachhaltiger.

Wenn ich nur noch Schuhe nachkaufe, weil andere kaputt oder zu klein sind, anstatt wöchentlich ein neues Paar in meinen Schrank zu stellen, schone ich viele Ressourcen. Angefangen beim Wasser, der Energie und den Rohstoffen für die Herstellung bis hin zum Verpackungsmaterial und Geld.

Ein nachhaltiger Lebensstil beginnt für mich ganz klar mit einem positiven Minimalismus.

 

Konsumdiät

Es gibt viele Möglichkeiten den positiven Minimalismus in das eigene Leben zu integrieren. Ihr könnt:

  • Als Frau eure Kosmetika überdenken: was benutzt ihr wirklich? Was steht nur im Regal und verstaubt?
  • Das Gleiche mit eurem Kleiderschrank machen: Was zieht ihr tatsächlich an, was nicht?
  • Gibt es Nahrungsmittel, die ihr nur aus Gewohnheit kauft? Die für eure Gesundheit aber völlig überflüssig sind?
  • Welche Gegenstände fristen ihr Leben nur als Staubfänger in eurer Wohnung?

Wenn ihr euren Ist-Zustand analysiert habt, wäre der nächste Schritt auszumisten und/oder sich auf eine Gewohnheitsumstellung einzulassen.

 

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© Unsplash/ Greenful Spirit

Ein guter Einstieg ist eine 30 Tage Challenge.

Ihr könnt 30 Tage lang versuchen ohne die veganen, in Plastik verpackten Ersatzprodukte auszukommen und dabei andere Ernährungsgewohnheiten entwickeln, z.B. mehr selbst kochen als zum Fertiggericht zu greifen.

Oder ihr versucht 30 Tage lang eure Pflegeprodukte im Badezimmer zu reduzieren. Anstelle von Wattepads, die ihr nach einmaligem Benutzen wegwerft, benutzt ihr einfach einen Waschlappen. Ihr benutzt 30 Tage weniger Make-up im Gesicht. Das wird sich auf jeden Fall positiv auf euer Hautbild auswirken.

Ihr könnt 30 Tage lang versuchen nur selbst zu kochen und keine Fertigprodukte zu kaufen. Das wird sich zu 100 Prozent positiv auf eure Müllbilanz auswirken.

Wenn es euch schwer fällt auszumisten, könnt ihr 30 Tage lang täglich einen Gegenstand oder ein Kleidungsstück aussortieren. Am Ende seid ihr um 30 Dinge in eurem Leben leichter.

Ihr könnt auch 30 Tage lang eure Einkäufe minimieren. Führt eine Liste, auf der ihr notiert, was ihr täglich eingekauft habt. Das ist übersichtlich, ihr könnt sehen, was ein Impulskauf war und ihr werdet euch bewusst, was ihr zukünftig nicht mehr kaufen solltet.

 

Das sind nur ein paar Vorschläge meinerseits, wie ihr den Minimalismus für einen nachhaltigeren Lebensstil in euer Leben integrieren könnt. Wenn ihr Lust habt, euch auf eine 30 Tage Challenge einzulassen, lasst mir doch gerne einen Kommentar da und berichtet mir von Zeit zu Zeit von euren Fortschritten. Teilt den Post, wenn ihr denkt, dass auch andere eine positive Einstellung zum Thema Verzichten entwickeln sollten.

Bis dahin macht es gut.

Farah

 

 

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3 Gedanken zu „Konsumdiät – nachhaltiger Minimalismus

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