Über mich

Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich den Blog Greenful Spirit gestartet. Damals lag mein Fokus auf Erfahrungsberichten über ein veganes und minimalistisches Zero Waste Leben. Im Prinzip sind das heute immer noch meine Kernthemen.

Doch insgesamt habe ich seit August 2017 bis heute Dezember 2018 eine starke Entwicklung durchgemacht. Zwischendurch waren wir zu zweit auf dem Blog. Mittlerweile bin nur noch ich das Mastermind hinter Greenful Spirit.

 

Eine vegane Geschichtenerzählerin

Wer ich bin? Mein Name ist Farah, 28 Baumringe zähle ich und bin Mama einer Dreijährigen Tochter. Mittlerweile beschreibe ich mich als vegane Geschichtenerzählerin. Meine Wurzeln sind eurasisch: Ich vereine die Gene von Deutschland, Frankreich, Spanien, China und den Philippinen in mir.

Lange wurde ich von gesellschaftlichen Erwartungen verbogen. Das macht man nicht. Mach was Ordentliches. Welchen Abschluss hast Du? Blablub. Nie wurde gefragt, ob ich das alles wirklich will. Diese Ketten habe ich abgeworfen.

Seit meiner Kindheit liebe ich Geschichten. Seit ich schreiben kann, lasse ich meiner Kreativität freien Lauf. Dann kam der Bruch und die Wünsche meines Umfeldes nach einem ordentlichen Beruf für mich. 10 Jahre! habe ich gebraucht, um mein Innerstes, meinen größten Wunsch und meine Erfüllung wieder zu finden.

Mein größtes Anliegen ist es, die Menschen nicht einfach nur über die Fakten der Umweltzerstörung aufzuklären. Ich will, dass sie es spüren, in ihrem Inneren fühlen, was falsch in der Welt läuft.

Um nicht mehr lange um den heißen Brei herum zu schreiben, lasse ich Dich es erleben, was ich meine.

 

Nur ein Kollateralschaden

Was ist nur los auf dieser Welt? Tiere werden eingesperrt und gemästet, Menschen verhungern, die Meere sterben, die Bäume fallen und wir ersticken in Plastik. Je länger ich mir den Zustand unseres Planeten ansehe, desto trauriger und verzweifelter fühle ich mich.

Es muss doch jemanden geben, der dagegen aufbegehrt! Der es nicht als unaufhaltsam ansieht. Alles, wirklich alles hängt nur am Verhalten einer Spezies ab: Homo Sapiens. Da glaubt dieses Lebewesen so vernünftig und klug zu sein und bekommt nicht mal mit, dass es sich gerade selbst ausrottet.

Ich stehe hier in Borneo im Regenwald. Hoch oben im Baumwipfel. Es beunruhigt mich, was mir die Stimmen meiner Mitlebewesen aus allen Himmelsrichtungen erzählen. Nicht fern von hier ist ein Meeresriese tot gefunden worden. Die Menschen haben 6 Kilogramm Plastik in ihm gefunden.

Plastik, dieser komische Stoff, der weder hart noch weich ist. Der nicht schmeckt und an dem ich mich neulich bei der Futtersuche verletzt habe. Ja, selbst hier im Regenwald finden wie es schon zu Hauf. Das gehört aber nicht hier her!

Der Mensch hat eine Pest mit diesem Kunststoff erschaffen. Er realisiert einfach nicht, dass die Schäden, die er auf lange Zeit davon ertragen muss, schwerer wiegen als die kurzfristigen Vorteile…

Meine Gedanken drehen sich schon seit Wochen in diesem Kreis. Seit ich in der Ferne die großen Maschinen gehört und gesehen habe. Sie machen unglaublich viel Krach, dass uns das Schlafen schwer fällt.

Als dann plötzlich andere Tiere aus diesem Gebiet zu uns gestoßen sind und erzählt haben, dass diese Maschinen alle Bäume, alle Sträucher gefällt und alle Tiere getötet haben, die nicht schnell genug die Flucht ergriffen haben, war es um mit meiner Ruhe.

Seit diesem Tag halte ich Ausschau nach diesen Monstern. Die Bäume verschwinden in der Ferne. Immer mehr braune, leblose Erde ist zu sehen. Meine Hände zittern jedes Mal aufs Neue, wenn ich den Baum hinauf klettere, um meinen Wachposten zu beziehen…

Tief durchatmen. Es geht hier schließlich um unser aller Leben. Ich bin nicht mehr der Jüngste und habe schon einiges erlebt. Doch hier stehe ich vor meiner bisher größten Herausforderung. Ich schließe meine Augen. Eine warme Windbrise streichelt durch mein orange-braunes Fell. Ein letzter Ast, dann bin ich oben auf der Baumkrone…

Bevor ich sie sehe, höre ich sie schon. Die Maschinen der Menschen, die alles zerstören. Ein Schreckensschrei durchdringt meine Kehle. Sie sind da! Sie zerstören unser Zuhause! Nein. NEIN! Das darf nicht sein! Ich schreie, ich rufe nach unten, um meine Familie und alle Mitlebewesen zu warnen. Viele sind bereits durch das plötzliche Motordröhnen aufgeschreckt und ergreifen die Flucht.

Unten steht meine Familie und ruft nach mir. Ich soll herunter kommen. Wir fliehen. Wirklich fliehen? Ich bin schon alt. Dieser Wald, dieser Baum ist mein Zuhause. Hier wurde ich geboren, hier habe ich die Wunder der Liebe erlebt, Schutz gefunden und meine Seele dieser starken Pflanze gewidmet.

Ich kann nicht einfach gehen. Dieser Baum darf nicht sterben. Meine Rufe hallen hinab zu meiner Familie. Sie sollen weiterziehen und leben. Ich bleibe. Protest schlägt mir entgegen. Doch der Lärm der Monster kommt näher. Das Knacken und Fallen der ersten Bäume ist bereits ganz nah zu hören. Darum blicken sie ein letztes Mal zu mir hinauf, wenden sich ab und fliehen.

Bitte lebt. Lebt meine Freunde und verbreitet die Nachricht in der Welt. Findet Verbündete und setzt diesem Horror ein Ende. Ich habe nichts, das ich in den Kampf führen kann, außer meine eigenen Kräfte.

Ein letztes Mal schließe ich meine Augen. Meine Erinnerungen sind voll mit grünen Wäldern, saftigten Beeren, reifen Bananen, schönsten Vogelgesängen, Lachen und Weinen meiner Artgenossen… Das nahende Dröhnen der Maschinen beendet diese Gedankenreise.

Es ist soweit. Ich werde mich meinen Feinden stellen. Der Baum unter meinen Füßen wackelt bereits. Er darf nicht fallen! So laut ich nur kann, schreie ich und springe diesem Biest entgegen.

“Was war denn das?!” Der Bauarbeiter stellt den Motor ab und steigt aus dem Führerhaus aus. Ein anderer Mitarbeiter des Palmölbauern kommt gelaufen.

“Ach, nur ein Orang-Utan, der dir da vor die Reifen gesprungen ist. Kollateralschaden. Das haben wir bei jeder neuen Fällaktion mindestens ein Mal.”

Ich bin also nur ein Orang-Utan. Und wer bist du, Homo Sapiens, dass du glaubst, mein Tod sei nur ein Kollateralschaden? Noch atme ich. Alles schmerzt und mir wird schwarz vor Augen. Ich spüre die feuchte Walderde unter meinen Fingern. Gleich ist es vorbei. Mein Wald und mein Leben sind nun Geschichte. Meine letzten Gedanken gehören meiner Familie. Flieht, lebt! Ich liebe euch.

Und neben mir liegt eine leere Oreo-Plastikverpackung…

 

Du bist in der Geschichte der sterbende Orang Utan. Wie fühlst Du Dich?

 

Greenful Spirit

Hier auf dem Blog werde ich ab Dezember 2018 immer mehr vegane Geschichten veröffentlichen. Sie werden das Herzstück des Blogs werden. Der Raum für Erfahrungsberichte, Tipps und Tricks rund um Zero Waste, Veganismus und Minimalismus wird erhalten bleiben. Eine gesunde Mischung eben.

Ich schreibe, um Geschichten zu erzählen. Nicht mehr und nicht weniger. Hiermit lade ich Dich ein, auf dem Blog zu verweilen und Dich gerne inspirieren zu lassen.

Hier ist eine kleine Auswahl meiner Blogartikel:

 

Viel Spaß dabei. Montags veröffentliche in neue Blogartikel und Geschichten. Donnerstags tausche ich mich mit meinen digitalen Brieffreunden im Newsletter noch persönlicher aus als hier auf dem Blog. Darin gebe ich viele behind the scenes Eindrücke, teile meine Pläne für den Blog und vieles mehr. Du darfst dich gerne in die Liste meiner Brieffreunde eintragen.

Mach es gut und komm bald wieder.

Farah

Farah Schramm Greenful Spirit
© Greenful Spirit | Farah Schramm